Bayreuther Festspiele

Portraitfoto James Levine (1997)
Portraitfoto James Levine (1997)

James Levine

James Levine wurde 1943 in Cincinnati, Ohio, geboren und gab im Alter von 10 Jahren sein Debüt als Klaviersolist mit dem Cincinnati Symphony Orchestra. Etwa zur gleichen Zeit begann er seine mehrjährigen Studien der Musiktheorie bei Walter Levin, dem ersten Geiger des LaSalle-Quartetts und damaligen Dozenten am Cincinnati College-Conservatory of Music. 1961 erfüllte er innerhalb eines Jahres sämtliche Voraussetzungen für seinen Studienabschluß an der Juilliard School. Er setzte dort seine Dirigierstudien mit Jean Morel und seine Klavierstudien mit Rosina Lhévinne, mit der er seit dem Aspen Festival 1957 nach Studien bei Rudolf Serkin in Marlboro zusammengearbeitet hatte, fort. In Aspen studierte er auch Liedinterpretationen u.a. mit Hans Hotter, Martial Singher, Mack Harrell, Jennie Tourel und Eleanor Steber. Auf Veranlassung von George Szell verließ er 1964 die Juilliard School um sich in die Dirigentenriege des Cleveland Orchestra einzureihen und wurde dadurch mit 21 Jahren der jüngste Assistenz-Dirigent in der Geschichte des Orchesters. Mit einer »Tosca«-Aufführung am 5. Juni 1971 gab er sein Dirigentendebüt an der Metropolitan Oper in New York, wurde dort 1973 Chefdirigent, 1976 musikalischer Leiter und 1986 künstlerischer Direktor. Die Juilliard School verlieh ihm im Mai 2000 die Ehrendoktorwürde. Seit Beginn der Konzertsaison 1999/2000 ist James Levine Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. James Levine ist vor allem als künstlerischer Direktor der Metropolitan Opera bekannt. Seine Karriere an diesem Opernhaus ist seit seinem Debüt vor 30 Jahren in der Geschichte der New Yorker Oper und der heutigen Musikwelt einzigartig. Bis heute leitete er dort fast 2000 Vorstellungen von 75 Opern, darunter Metropolitan-Erstaufführungen von Werken Mozarts, Verdis, Schönbergs, Gershwins, Weills, Rossinis, Bergs und Strawinskys sowie Uraufführungen John Coriglianos und John Harbisons. Auf Initiative von James Levine entstanden die Fernsehserien »Live from the Met« und »The Metropolitan Opera Presents« mit Live-übertragungen aus der Metropolitan. Er gründete ein Förderungsprogramm für junge Künstler und brachte nach 50 Jahren Wagners gesamten »Ring des Nibelungen« als Zyklus wieder in das Repertoire der Metropolitan Opera. Mit dem Orchester der Metropolitan Opera veranstaltet er seit 1991 Konzerte und unternimmt Tourneen u. a. nach Japan, Kanada, durch die USA und nach Europa. Während der Opernsaison gibt das Orchester unter der Leitung von Maestro Levine drei Konzerte und seit der Konzertsaison 1998/99 auch eine Kammermusikreihe in der Carnegie-Hall in New York. In der Spielzeit 2001/2002 leitet James Levine 55 Aufführungen von 10 Opern an der Met: »Wozzeck«, »Idomeneo«, »Luisa Miller« (Neuinszenierung), »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Les mamelles de Tirésias / L’enfant et les sortilèges«, »Falstaff«, »Lulu«, »The Great Gatsby« und »Tosca«. Neben seinen Verpflichtungen für die Metropolitan Opera ist James Levine ein hervorragender Pianist und Liedbegleiter. Vor mehr als dreißig Jahren begann Maestro Levine mit Künstlern wie Jennie Tourel, Hans Hotter und Eleanor Steber zu konzertieren und hat seither viele der größten Sänger unserer Zeit begleitet darunter Jan Peerce, Adele Addison, Régine Crespin, Nicolai Gedda, Leontyne Price, Christa Ludwig, Vladimir Chernov, Plácido Domingo, Birgit Nilsson, Cornell MacNeil, Kathleen Battle, Kiri Te Kanawa, Olga Borodina, Cecilia Bartoli, Hermann Prey, Jessye Norman, Bryn Terfel, Luciano Pavarotti, Elisabeth Söderström, Paul Groves, Renata Scotto, Martti Talvela, Tatiana Troyanos, Marilyn Horne, Maria Ewing, Uwe Heilmann, Margaret Price, Dawn Upshaw, und Frederica von Stade. Maestro Levine hat alle bedeutenden Orchester der Welt geleitet, besonders eng ist er mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern sowie dem Chicago Symphony Orchestra verbunden, 20 Jahre war er Musikdirektor des Ravinia Festivals. Er war auch regelmäßiger Gast bei den Festspielen in Salzburg (1975-1993) und Bayreuth (1982-1998), dirigiert die Welttournee der "Drei Tenöre" und den Soundtrack von Disneys Zeichentrickfilm »Fantasia 2000«. Er ist beim Verbier-Festival (Schweiz) aufgetreten, wo er auch als künstlerischer Berater des neugegründeten UBS-Verbier-Festival-Youth-Orchestra tätig ist. Seit 1972 hat er mehr als 200 Aufnahmen mit Opern, symphonischen Werken und Kammermusik von Bach bis Babbitt veröffentlicht. Zum erstenmal in Bayreuth: 1982.



Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1998 Siegfried Musikalische Leitung
1998 Götterdämmerung Musikalische Leitung
1998 Die Walküre Musikalische Leitung
1998 Das Rheingold Musikalische Leitung
1997 Siegfried Musikalische Leitung
1997 Götterdämmerung Musikalische Leitung
1997 Die Walküre Musikalische Leitung
1997 Das Rheingold Musikalische Leitung
1996 Siegfried Musikalische Leitung
1996 Götterdämmerung Musikalische Leitung
1996 Die Walküre Musikalische Leitung
1996 Das Rheingold Musikalische Leitung
1995 Siegfried Musikalische Leitung
1995 Götterdämmerung Musikalische Leitung
1995 Die Walküre Musikalische Leitung
1995 Das Rheingold Musikalische Leitung
1994 Siegfried Musikalische Leitung
1994 Götterdämmerung Musikalische Leitung
1994 Die Walküre Musikalische Leitung
1994 Das Rheingold Musikalische Leitung
1993 Parsifal Musikalische Leitung
1992 Parsifal Musikalische Leitung
1991 Parsifal Musikalische Leitung
1990 Parsifal Musikalische Leitung
1989 Parsifal Musikalische Leitung
1988 Parsifal Musikalische Leitung
1985 Parsifal Musikalische Leitung
1984 Parsifal Musikalische Leitung
1983 Parsifal Musikalische Leitung
1982 Parsifal Musikalische Leitung



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