Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Sándor Kónya (1958)
Portraitfoto Sándor Kónya (1958)
Portraitfoto Sándor Kónya (1958) <b>Sándor Kónya als Parsifal</b>. Parsifal (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 – 1973) <b> Sándor Kónya als Parsifal.</b> Parsifal (Inszenierung von Wieland Wagner 1951 - 1973)
<b> Sándor Kónya als Lohengrin.</b> Lohengrin (Inszenierung von Wieland Wagner 1958 - 1962)

Sándor Kónya

* 23.09.1923 in Sarkád, Ungarn
† 20.05.2002 in Ibiza

Er begann sein Gesangstudium am Konservatorium von Budapest bei Ferenc Székelyhidy, doch wurde die Ausbildung durch die Kriegswirren unterbrochen. Er geriet in ein Kriegsgefangenenlager in Deutschland, konnte aber schließlich seine Ausbildung bei Fred Husler in Detmold und später in Italien fortsetzen. 1951 debütierte er am Stadttheater von Bielefeld als Turiddu in »Cavalleria rusticana«. Er sang bis 1954 in Bielefeld, dann in der Spielzeit 1954-55 am Staatstheater von Darmstadt und seit 1955 an der Städtischen Oper (Deutsches Opernhaus) Berlin. Hier übernahm er am 23.9.1956 in der Uraufführung der Oper »König Hirsch« von H.W. Henze die Partie des Leandro. 1956 trat er bei den Festspielen von Edinburgh im »Barbier von Bagdad« von P. Cornelius auf. 1958 hörte man ihn bei den Festspielen von Bayreuth als Froh im »Rheingold« und in seiner großen Glanzrolle, dem Lohengrin. Seitdem wurde er in dieser Rolle bei den Bayreuther Festspielen (1958-60 und 1967) wie an vielen Bühnen in aller Welt gefeiert, so u.a. 1959 bei den Festspielen in den römischen Thermen des Caracalla, 1963 in der Arena von Verona. 1966 und 1971 hörte man ihn in Bayreuth auch als Parsifal. Er gastierte an der Mailänder Scala (1960) und an der Grand Opéra Paros (1959 als Lohengrin), an den Opern von Rom und Budapest und an den großen deutschen Theatern. 1960-65 hörte man ihn an der Oper von San Francisco. 1961 wurde er an die Metropolitan Oper New York verpflichtet, wo er als Lohengrin debütierte. Im New Yorker Haus der Metropolitan Oper hat er seit 1961 in 14 Spielzeiten 21 verschiedene Partien in 212 Vorstellungen gesungen, darunter den Radames in »Aida«, den Rodolfo in »La Bohème«, den Pinkerton in »Madame Butterfly«, den Cavaradossi in »Tosca«, den Kalaf in Puccinis »Turandot«, den Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, den Max im »Freischütz«, den Erik im »Fliegenden Holländer« und den Walther von Stolzing in den »Meisteringern«. Seit 1963 trat er immer wieder an der Londoner Covent Garden Oper als Gast auf. Er übernahm auch gerne Partien in Operetten und hatte eine große internationale Karriere als Konzertsolist. Seine Konzerttourneen führten ihn durch Deutschland, Spanien, Portugal und Nordamerika. Er bekleidete später eine Professur an der Musikhochschule von Stuttgart. Er verbrachte seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Sarkád, zu deren Ehrenbürger er 1996 ernannt wurde.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Stimmlage:
Tenor

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1971 Parsifal Parsifal
1967 Lohengrin Lohengrin
1966 Parsifal Parsifal
1964 Die Meistersinger von Nürnberg Walther von Stolzing
1960 Lohengrin Lohengrin
1959 Lohengrin Lohengrin
1958 Tristan und Isolde Junger Seemann
1958 Lohengrin Lohengrin
1958 Das Rheingold Froh



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