Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Erik Saeden (1958)
Portraitfoto Erik Saeden (1958)

Erik Saeden

* 03.09.1924 in Vänersborg, Schweden
† 03.11.2009 in Schweden

Er machte eine sehr gründliche musikalische Ausbildung durch. Zuerst studierte er an der Königlichen Musikakademie und an der Königlichen Opernschule von Stockholm. Zu seinen Lehrern gehörten Arne Sunnegaardh, Martin Öhman und W. Freund. Er erhielt das Diplom als Gesanglehrer und erwarb sich bereits einen Namen als Dirigent, Organist und Liedersänger. 1952 nahm er ein Engagement an der Königlichen Oper von Stockholm an und ist deren Mitglied seither geblieben. Zu seinen Glanzrollen zählten der Graf in »Figaros Hochzeit«, der Beckmesser in den »Meistersingern«, der Wolfram im »Tannhäuser«, der Scarpia in »Tosca«, der Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, der Golo in »Pelléas et Mélisande«, der Pimen im »Boris Godunow« und der Titelheld in Alban Bergs »Wozzeck«, den er 1957 in Stockholm für Schweden kreierte, ebenso 1961 den Nick Shadow in »The Rake's Progress« von Strawinsky. Sein Bühnenrepertoire umfaßte 115 Partien; er sang am 20.11.1952 an der Stockholmer Oper in der Uraufführung der Oper »Gilgamesch« von Ture Rangström, am 15.10.1956 in der von »Porträttet« von Hilding Rosenberg, am 31.5.1959 am gleichen Haus in der Uraufführung der Oper »Aniara« von Karl-Birger Blomdahl die Partie des Mimaroben, 1968 in der Centenar- und Uraufführung der Oper »Drottningen av Golconda« von Berwald, 1970 in der Uraufführung von »Hus med dubbel ingang« von Hilding Rosenberg, 1978 in der von »Le Grand Macabre« von Ligeti, am 26.5.1968 in »Drömmen om Thérèse« von L.J. Werle (zur Eröffnung de Rotunda Teater Stockholm), am 29.9.1968 an der Deutschen Oper Berlin in der Uraufführung der Oper »Ulisse« von Dallapiccola. Große Erfolge bei den Festspielen im Barocktheater von Schloß Drottningholm, wo man ihn u.a. als Orlando in »Orlando furioso« von Händel und als Dulcamara in »Elisir d'amore« hörte. 1958 wirkte er bei den Festspielen von Bayreuth als Kurwenal im »Tristan«, als Heerrufer im »Lohengrin« und als Donner im »Rheingold« mit. 1959 und 1974 gastierte er beim Edinburgh Festival, 1960 und 1981 an der Covent Garden Oper London, 1967 in Montreal.1989 hörte man ihn bei den Festspielen von Savonlinna als Vater Henrik in der Oper »Singoalla« von G. de Frumerie. Auch als Oratoriensänger und Liedinterpret geschätzt. Am 20.2.1993 sang er am Rotunda Teater Stockholm in der Uraufführung der Oper »Amorina« von Lars Runsten. 1965 Mitglied der Stockholmer Musikakademie, 1966 schwedischer Hofsänger; er erhielt 1975 den Orden »Litteris et artibus«. Gleichzeitig wirkte er als Pädagoge an der Königlichen Musikakademie Stockholm.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Stimmlage:
Baß-Bariton

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1958 Tristan und Isolde Kurwenal
1958 Lohengrin Der Heerrufer des Königs
1958 Das Rheingold Donner



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