Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Régine Crespin
Portraitfoto Régine Crespin
Portraitfoto Régine Crespin <b>Regine Crespin als Sieglinde</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1960 – 1964) <b> Régine Crespin als Kundry.</b> Parsifal (Inszenierung von Wieland Wagner 1951-1973)

Régine Crespin

* 22.02.1927 in Marseille
† 05.07.2007 in Paris

Nachdem sie zuerst Pharmazie studiert hatte, ließ sie ihre Stimme am Conservatoire National in Paris bei Paul Cabanel, Suzanne Cesbron-Viseur und Georges Jouatte ausbilden. Sie debütierte 1950 am Theater von Mulhouse (Elsaß) als Elsa im »Lohengrin«. 1951 kam sie an die Pariser Opéra-Comique (Antrittsrolle: Tosca). Im gleichen Jahr trat sie auch an der Grand Opéra Paris auf und hatte dort, wieder als Elsa im »Lohengrin«, einen ersten Erfolg, 1954-55 sang sie dann sehr erfolgreich an diesem Haus die Rezia im »Oberon« von Weber. Sie wurde jetzt die bedeutendste dramatische und Wagner-Sopranistin ihrer Generation in Frankreich. Ständig war sie an der Grand Opéra verpflichtet, dazu ausgedehnte Gastspieltätigkeit an Theatern in der französischen Provinz. 1956 sang sie in Bordeaux in der Uraufführung der Oper »Sampiero Corso« von Tomasi. Sie gastierte an der Wiener Staatsoper (Antrittsrolle: Sieglinde in der »Walküre« 1959), in Chicago, San Francisco (u.a. 1966 als Cassandra und als Didon in »Les Troyens« von Berlioz), an der Covent Garden Oper London (1960-64 als Marschallin im »Rosenkavalier«, als Elsa und als Tosca) und an der Städtischen Oper Berlin. 1959 debütierte sie an der Mailänder Scala in der Titelrolle der Oper »Fedra« von Pizzetti. Sie bereiste auch Südamerika, wo sie seit 1962 am Teatro Colón Buenos Aires große Erfolge erzielen konnte, u.a. als Iphigénie in Glucks »Iphigénie en Tauride«. In Paris bewunderte man sie auch in der Titelrolle der Offenbach-Operette »La Grande Duchesse de Gerolstein«. 1966 gastierte sie beim Festival von Aix-en-Provence in der Titelrolle der Richard Strauss-Oper »Ariadne auf Naxos«. 1958-61 sang sie bei den Festspielen von Bayreuth die Kundry im »Parsifal«, 1961 die Sieglinde und die 3. Norn. 1959-60 erlebte man sie bei den Festspielen von Glyndebourne als Marschallin im »Rosenkavalier«, die als eine ihren größten Kreationen galt. Bei den Salzburger Osterfestspielen 1967 als Brünnhilde in der »Walküre« gefeiert. 1962 wurde sie an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Marschallin) und hatte seitdem auch dort eine große Karriere, wobei sie sich seit 1977 dem Mezzosopran-Fach zuwandte. Sie trat an der Metropolitan Oper in über hundert Vorstellungen und in zwölf Rollen auf, darunter als Amelia in Verdis »Ballo in maschera«, als Sieglinde, als Elsa im »Lohengrin«, als Kundry im »Parsifal«, als Brünnhilde in der »Walküre«, als Tosca, als Charlotte im »Werther« von Massenet, als Carmen, als Santuzza und noch 1987 als Mme de Croissy in »Dialogues des Carmélites« von F. Poulenc. 1986 gastierte sie nochmals an der San Francisco Opera, 1987 am Teatro Colón als Mme Flora in »The Medium« von Menotti. 1989 Bühnenabschied in Paris als alte Gräfin in »Pique Dame« von Tschaikowsky. Sie wurde als Professorin an das Conservatoire National Paris berufen. Vom französischen Präsidenten wurde sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Verheiratet mit dem Regisseur Lou Bruder. Sie publizierte ihre Memoiren unter dem Titel »La vie et l'amour d'une femme« (Paris, 1982). - Dunkel timbrierte, große Sopranstimme von bezwingender dramatischer Ausdruckskraft, vor allem im Wagner-Repertoire ausgezeichnet.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Stimmlage:
Sopran

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1961 Götterdämmerung 3. Norn
1961 Die Walküre Sieglinde
1961 Parsifal Kundry
1960 Parsifal Kundry
1959 Parsifal Kundry
1958 Parsifal Kundry



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