Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Hermann Prey (1965)
Portraitfoto Hermann Prey (1965)
Portraitfoto Hermann Prey (1965) <b>Hermann Prey als Sixtus Beckmesser</b>. Die Meistersinger von Nürnberg (Inszenierung von Wolfgang Wagner  1981 – 1988) <b>Hermann Prey als Wolfram von Eschenbach</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wieland Wagner 1961 – 1967)

Hermann Prey

* 11.07.1929 in Berlin
† 22.07.1998 in Krailling/Obb.

Er erhielt seine Gesangsausbildung an der Berliner Musikhochschule durch Jaro Prohaska, Günther Baum und Harry Gottschalk. 1951 gab er seinen ersten Liederabend. Er gewann 1952 einen Gesangwettbewerb des Hessischen Rundfunks in Frankfurt a.M. Er debütierte 1952 bei einem Gastspiel des Staatstheaters Wiesbaden in Bad Salzschlirf als Moruccio in »Tiefland« von d'Albert. 1953 wurde er Mitglied der Staatsoper von Hamburg; seit 1956 zugleich ständiger Gast an der Staatsoper von Wien und an der Städtischen Oper (Deutsches Opernhaus) Berlin, seit 1959 auch der Staatsoper von München und dem Opernhaus von Köln verbunden. 1956 unternahm der Künstler eine sehr erfolgreiche Nordamerika-Tournee, bei der man ihn vor allem als Lied-Interpreten bewunderte. Seit 1959 Jahr für Jahr bedeutende Erfolge bei den Salzburger Festspielen; er sang dort 1959 den Barbier in der »Schweigsamen Frau« von R. Strauss, 1960-65 und 1972-77 den Guglielmo in »Così fan tutte«, 1967-68, 1970 und 1974 den Papageno, 1971 den Grafen in »Figaros Hochzeit«; 1960-88 trat er in Salzburg alljährlich als Solist in Oratorien und geistlichen Vokalwerken, vor allem aber als Liedersänger, in Erscheinung. Bei den Bayreuther Festspielen hörte man ihn 1965-67 als Wolfram im »Tannhäuser« dort wiederum 1981-84 und 1986 mit sensationellem Erfolg als Beckmesser in den »Meistersingern« aufgetreten. Er gastierte an der Mailänder Scala, in Kopenhagen, Amsterdam und Brüssel. 1960 folgte er einem Ruf an die Metropolitan Oper New York (Antrittsrolle: Wolfram im »Tannhäuser«). Dort trat er zunächst in sieben Spielzeiten (vor allem 1967 sehr erfolgreich als Papageno) und dann nochmals 1981-84 und 1992-93 als Beckmesser, 1987 und wieder 1994-95 als Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und als Eisenstein in der »Fledermaus« auf. 1963 Gastspiel an der Oper von San Francisco, 1971 in Chicago. Er sang mit dem Ensemble der Münchner Oper 1965 beim Edinburgh Festival in der englischen Erstaufführung der Richard Strauss-Oper »Intermezzo«. Seit 1973 war er auch fast alljährlich an der Covent Garden Oper London zu hören. Weitere Gastspiele am Teatro Colón Buenos Aires, bei den Festspielen von Aix-en-Provence (1962 als Don Giovanni), Wiesbaden, Florenz (1986 als Beckmesser) und Bregenz, in Frankfurt a.M., Stuttgart, Boston, Houston (Texas) und an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Er sang am 17.10.1955 in Hamburg in der Uraufführung von E. Kreneks Oper »Pallas Athene weint«, am 22.5.1960, ebenfalls an der Hamburger Staatsoper, in der von H.W. Henzes »Prinz von Homburg«. Seit 1982 Professor an der Musikhochschule Hamburg. Seine warme, ausdrucksschöne Baritonstimme erregte auf der Bühne vornehmlich in lyrischen Partien, im Konzertsaal in der überlegenen, tief musikalischen Interpretation des Oratoriums wie namentlich des Liedes Bewunderung. - Sein Sohn Florian Prey (* 1960) schlug auch die Sängerlaufbahn ein und debütierte 1986 an der Wiener Kammeroper.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Stimmlage:
Bariton

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1986 Die Meistersinger von Nürnberg Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
1984 Die Meistersinger von Nürnberg Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
1983 Die Meistersinger von Nürnberg Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
1982 Die Meistersinger von Nürnberg Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
1981 Die Meistersinger von Nürnberg Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber
1967 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach
1966 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach
1965 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach



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