Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Anne Evans (1983)
Portraitfoto Anne Evans (1983)
Portraitfoto Anne Evans (1983) <b>Anne Evans als Brünnhilde</b>. Der Ring des Nibelungen (Inszenierung von Harry Kupfer 1988 – 1992)

Anne Evans

Nachdem sie zunächst bei einer Filmgesellschaft beschäftigt gewesen war, ließ sie ihre Stimme am Royal College of Music London bei Ruth Packer und Vida Harford ausbilden. Sie setzte ihre Ausbildung am Conservatoire von Genf als Schülerin von Maria Carpi, Herbert Graf und Lotvi Mansouri fort und studierte auch bei Luigi Ricci in Rom. Während ihres Studiums sang sie bereits 1967 am Grand Théâtre Genf einige kleinere Rollen (Gräfin Ceprano im »Rigoletto«, Annina in »La Traviata«, Wellgunde und 3. Norn im Nibelungenring). 1968 begann sie ihre eigentliche Karriere an der Londoner Sadler's Wells Oper mit der Partie der Mimi in »La Bohème« von Puccini. Bis 1978 blieb sie Mitglied dieses Ensembles, wo sie auch die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Traviata, die Elsa im »Lohengrin« und die Milada in Smetanas »Dalibor« sang. Sie trat auch während vieler Jahre bei der English National Opera London (u.a. 1975 als Marschallin im »Rosenkavalier« und 1986 als Kundry im »Parsifal«) und an der Covent Garden Oper London (Antrittsrolle: Rosalinde in der »Fledermaus« 1978, später Partien im Ring-Zyklus) auf. Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Staatstheater von Hannover, bei der Welsh Opera Cardiff (1974 als Senta im »Fliegenden Holländer«, 1985 als Brünnhilde im Ring-Zyklus), an den Opernhäusern von San Francisco (Elsa im »Lohengrin«, Elisabetta in Verdis »Don Carlos«), San Diego und Marseille. 1983-84 wirkte sie bei den Bayreuther Festspielen mit (Ortlinde, 3. Norn). 1986 sang sie bei den Festspielen von Aix-en-Provence in der Oper »Tancrède« von Campra. Ihre große Glanzrolle wurde die Brünnhilde im Nibelungenring, die sie 1988-89 an der Oper von Nizza, am Théâtre des Champs-Élysées Paris und an der Deutschen Oper Berlin (und mit deren Ensemble bei einem Gastspiel an der Oper von Warschau), dann auch 1989-92 bei den Festspielen von Bayreuth vortrug. 1989 hatte sie bei der Welsh Opera einen besonderen Erfolg in der Rolle der Färbersfrau in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss. 1989 gastierte sie in Marseille, 1990 in Genf als Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, 1990 an der Oper von Pittsburgh als Senta, bei der English National Opera als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss (1994 dort auch als Marschallin im »Rosenkavalier«), 1991 am Teatro Colón Buenos Aires als Elsa, an der Hamburger Staatsoper als Charlotte im »Werther« von Massenet. auch 1991 an der Staatsoper von Wien als Brünnhilde in der »Walküre«. 1992 erfolgte ihr Debüt an der Metropolitan Oper New York als Elisabeth im »Tannhäuser«. 1993 trat sie an der Covent Garden Oper, 1994 bei der Scottish Opera, 1996 am Deutschen Opernhaus Berlin als Isolde im »Tristan« auf, 1995 an der Covent Garden Oper auch als Brünnhilde im »Siegfried«, an der San Francisco Opera als Sieglinde in der »Walküre«. Ihre großen Partien waren neben den Wagner- Rollen die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Violetta in Verdis »La Traviata«, die Tosca, die Micaela in »Carmen«, die Marschallin im »Rosenkavalier« und die Lady Penelope Rich in »Gloriana« von B. Britten. Angesehene Konzertsopranistin.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Stimmlage:
Sopran

Mitwirken in Bayreuth

Jahr Werk Funktion/Rolle
1992 Siegfried Brünnhilde
1992 Götterdämmerung Brünnhilde
1992 Die Walküre Brünnhilde
1991 Siegfried Brünnhilde
1991 Götterdämmerung Brünnhilde
1990 Siegfried Brünnhilde
1990 Götterdämmerung Brünnhilde
1990 Die Walküre Brünnhilde
1989 Siegfried Brünnhilde
1989 Götterdämmerung Brünnhilde
1989 Die Walküre Brünnhilde
1984 Götterdämmerung 3. Norn
1983 Götterdämmerung 3. Norn
1983 Die Walküre Ortlinde



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