Er wurde in Seoul (Korea) geboren. Nach dem Abitur begann er mit einem Gesangsstudium an der Seoul National University bei Philip Kang, im Frühjahr 1998 kam er dann nach Deutschland, um seine Studien an der Musikhochschule in Köln bei Hans Sotin zu vervollkommnen. In den Jahren 1995 bis 1997 gewann er drei erste Preise bei Gesangswettbewerben in Korea. 1997 war er zweiter Preisträger beim Internationalen Belvedere Wettbewerb in Wien und gewann ebenfalls einen zweiten Preis beim Re Manfredi Wettbewerb in Italien. Bereits mit 21 Jahren begann Attila Jun in Korea, zumeist in Seoul, erste Opernerfahrungen zu machen, so sang er 1994 „Sarastro“, 1995 „Filippo“, 1996 „Colline“ und 1997 „Daland“. Darüber hinaus trat er 1996 in Konzerten mit Händels "Messiah" in Vancouver auf und wirkte 1997 bei einem Galakonzert in Baden-Baden mit. Sein Operndebüt in Europa gab Attila Jun im Oktober 1998 als „Sparafucile“ in "Rigoletto" am Staatstheater Stuttgart, wo er seit Beginn der Spielzeit 1999/2000 zum festen Ensemble gehört. Giuseppe Sinopoli, der den jungen Bassisten im Sommer 1998 hörte, bot ihm sofort die Partie des Hunding in konzertanten Aufführungen der "Walküre" an der Oper Rom an, die im März 1999 für ihn zu einem großen Erfolg wurden. Nur wenige Wochen später gab er am Théâtre du Capitôle in Toulouse in der derselben Partie unter Pinchas Steinberg sein Bühnendebüt. Mittlerweile hat Attila Jun diese Rolle auch am Staatstheather Stuttgart und beim Wagner Festival in Wels gesungen. Unter der Leitung von Antonio Pappano debütierte er 1999 als 3. Edler in der Neuinszenierung "Lohengrin" bei den Bayreuther Festspielen, wo er im Sommer 2001 zusätzlich auch die Partie des Nachtwächters in "Die Meistersinger von Nürnberg" übernahm (Dirigent: Christian Thielemann). Seit dem Jahr 2000 ist Attila Jun regelmäßiger Gast beim Wagner Festival in Wels, wo er 2009 die Partie des König Heinrich übernahm. Anfang 2001 gastierte Attila Jun u.a. in Hamburg, Madrid und Barcelona mit Konzerten ("Messa di Requiem" von Giuseppe Verdi unter der Leitung von Christoph Eschenbach). Im Herbst 2002 gab er mit großem Erfolg sein USA Debüt als Timur in Puccinis "Turandot" an der San Francisco Opera, wo er 2003 als Großinquisitor in "Don Carlo" und im Herbst 2005 als Oroveso in Bellinis "Norma" zu hören war. Im Jahr 2004 debütierte er an der Mailänder Scala als Daland und gab am Staatsheater Stuttgart seine Rollendebüts als Sarastro und König Marke. 2005 sang er u.a. die Partie des Landgraf in "Tannhäuser" an der Mailänder Scala und debütierte als Sarastro am Teatro Real in Madrid unter Marc Minkowski. Im Sommer 2006 feierte er große Erfolge als Commendatore beim Klangbogenfestival in Wien in einer Neuproduktion "Don Giovanni" von Keith Warner. Im Herbst verkörperte er dieselbe Partie an der Mailänder Scala in einer Neuproduktion von Peter Mussbach. Im Jahr 2007 sang Attila Jun Hunding konzertant im Concertgebouw in Amsterdam sowie in einer Neuproduktion an der Vlaamse Opera in Gent. Er gastierte außerdem beim Maggio Musicale in Florenz, beim Festival in La Coruna sowie in Kopenhagen und an der Royal Opera Covent Garden London. Im Sommer 2008 konnte der Künstler einen sensationellen Erfolg feiern mit seinem Rollendebüt als Hagen in dem neuen "Ring" an der Vlaamse Opera in Antwerpen/Gent.
| Year | Opera | Part |
| 2013 | Götterdämmerung | Hagen |
| 2003 | Lohengrin | 3. Edler |
| 2002 | Die Meistersinger von Nürnberg | Ein Nachtwächter |
| 2002 | Lohengrin | 3. Edler |
| 2001 | Lohengrin | 3. Edler |
| 2001 | Die Meistersinger von Nürnberg | Ein Nachtwächter |
| 2000 | Lohengrin | 3. Edler |
| 1999 | Lohengrin | 3. Edler |