Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Heinz Kruse (1977)
Portraitfoto Heinz Kruse (1977)
Portraitfoto Heinz Kruse (1977) <b> Heinz Kruse als Hirt.</b> Tristan und Isolde (Inszenierung von August Everding 1974 - 1977)

Heinz Kruse

* 29.08.1940 in Schleswig
† 29.07.2008 in Schleswig

Er sang in einem Kinderchor, absolvierte dann aber eine Lehre bei einer Krankenkasse. Mit Hilfe eines Stipendiums konnte er mit dem Gesangstudium an der Musikhochschule Hamburg beginnen, wo Traute Albers-Gisevius seine Lehrerin war. Nach seinem Dienst bei der Bundeswehr hatte er kurze Engagements als Chorist an den Theatern von Hof und Bern sowie 1966-68 an der Staatsoper von Stuttgart. 1968 wurde er als Tenor-Buffo an das Stadttheater von Basel verpflichtet. Von dort kam er 1970 an die Hamburger Staatsoper, an der er seitdem in Buffo- und Charakterpartien zu großen Erfolgen kam. So sang er den Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, den Wenzel in der »Verkauften Braut«, die Hexe in »Hänsel und Gretel«, den David in den »Meistersingern« und viele weitere Rollen. Er gastierte u.a. 1978 an der Grand Opéra Paris als Pedrillo, 1979 an der Oper von Toulouse als David, bei den Festspielen von Bayreuth (1977 kleine Partien im »Tristan« und im »Parsifal«) und Eutin. Seit 1987 wandte er sich dem heldischen Stimmfach zu und übernahm jetzt Partien wie den Florestan im »Fidelio« (Mainz 1988), den Erik im »Fliegenden Holländer« (Staatsoper Berlin 1991), den Parsifal (Staatstheater Braunschweig 1988-89), den Loge im »Rheingold« (Hannover 1991, Hamburg 1992), den Siegmund in der »Walküre« (Hannover 1991) den Tristan (Kiel 1991, Staatsoper Hamburg 1996, Deutsche Oper Berlin 1996) und den Kaiser in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss (Braunschweig 1992, Staatsoper Dresden 1996), den Walther von Stolzing in den »Meistersingern« (Spielzeit 1992-93 Karlsruhe), schließlich den Siegfried (Hamburg 1993), den er auch an der Deutschen Oper Berlin (1995) und in der Spielzeit 1994-95 am Théâtre Châtelet Paris sang. 1996 hörte man ihn am Opernhaus von Essen als Siegfried in der gleichnamigen Wagner-Oper, beim Edinburgh Festival in einer konzertanten Aufführung des »Fidelio« als Florestan. 1986 wirkte er bei den Festspielen von Schwetzingen in der Uraufführung von Hans Jürgen von Boses »Die Leiden des jungen Werthers« mit. Weitere Rollen aus seinem Repertoire für die Bühne waren der Cassio in Verdis »Othello«, der Hans in Smetanas »Verkaufter Braut«, der Matteo in »Arabella« von R. Strauss (Hamburg 1990), der Andrej Khovanski in »Khovantchina« (Hamburg 1994) und der Albi in »Der Schatzgräber« von F. Schreker (Hamburg 1989). 1990 gastierte er am Opernhaus von Leipzig als Max in »Jonny spielt auf« von E. Krenek. Im Konzertsaal trat er als bedeutender Oratorien- und Liedersänger in Erscheinung.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999

Pitch of voice:
Tenor

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1977 Parsifal 3. Knappe
1977 Tristan und Isolde Ein Hirt



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