Bayreuther Festspiele

Portraitfoto Wolfgang Brendel (1985)
Portraitfoto Wolfgang Brendel (1985)
Portraitfoto Wolfgang Brendel (1985) <b>Wolfgang Brendel als Wolfram von Eschenbach</b>. Tannhäuser (Inszenierung von Wolfgang Wagner 1985 – 1995)

Wolfgang Brendel

Er wuchs in Wiesbaden auf und begann seine Karriere nach seiner Ausbildung in München in der Spielzeit 1969-70 am Pfalztheater von Kaiserslautern (Debüt als Don Giovanni). 1971 wurde er an die Bayerische Staatsoper in München verpflichtet und kam bald zu einer großen internationalen Laufbahn. Zu seinen bevorzugten Partien gehörten der Papageno in der »Zauberflöte«, der Titelheld im »Don Giovanni«, der Wolfram im »Tannhäuser«, der Germont-père in »La Traviata« und der Pelléas in »Pelléas et Mélisande« von Debussy, mit dem er 1973 in München einen besonderen Erfolg erzielen konnte. Bis 1986 gehörte er der Münchner Oper als Mitglied, seitdem als ständiger Gast, an. Nach erfolgreichen Gastspielen an führenden deutschen (Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, Staatstheater Karlsruhe) und europäischen Bühnen debütierte er 1975 an der New Yorker Metropolitan Oper als Graf in »Figaros Hochzeit«. An diesem Haus sang er u.a. 1984 den Eugen Onegin von Tschaikowsky, 1990 den Germont-père in »La Traviata«, 1991 den Sprecher in der »Zauberflöte«, 1995 den Dr. Falke in der »Fledermaus«. 1975 übernahm er bei den Festspielen von Salzburg ein Solo in den »Carmina Burana« von C. Orff. 1985-87 und 1989 sang er den Wolfram im »Tannhäuser« bei den Festspielen von Bayreuth. 1981 gastierte er an der Mailänder Scala als Graf in »Figaros Hochzeit«, 1984 als Wolfram. An der Covent Garden Oper war er 1985 als Graf Luna im »Troubadour« (Antrittsrolle) zu Gast, sang dort den Enrico in »Lucia di Lammermoor«, 1988 den Titelhelden im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky und 1996 den Mandryka in »Arabella« von R. Strauss. Die letztgenannte Partie trug er auch 1988 an der Wiener Staatsoper, an der er oft gastierte, und am Opernhaus von Zürich (1990-91) vor, 1996 dann auch bei den Festspielen von Glyndebourne. 1983 hörte man ihn an der Oper von Chicago als Vater Miller in »Luisa Miller« von Verdi. 1990 sang er dort auch den Eugen Onegin, 1989-90 am Teatro San Carlos Lissabon den Germont-père und den Amfortas im »Parsifal«. Er trat an der San Francisco Opera, in Barcelona und Madrid gastweise auf. 1993 Gastspiel mit dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin in Tokio (als Hans Sachs in den »Meistersingern«, den er im gleichen Jahr dort wie an der Berliner Staatsoper gesungen hatte). 1995 hörte man ihn bei den Festspielen von Macerata als Hohenpriester in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns, an der Metropolitan Oper New York als Eisenstein in der »Fledermaus«. Auch als Konzertsänger kam er zu einer weltweiten Karriere.

Nach:
Kutsch, K. J. und Riemens, Leo. Großes Sängerlexikon. München: K.G. Saur, 1999



Pitch of voice:
Bariton

Engagements in Bayreuth

Year Opera Part
1989 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach
1987 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach
1986 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach
1985 Tannhäuser Wolfram von Eschenbach



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